Sie ist nicht schön, sieht sperrig aus, wie im Hobbykeller zusammengeflickt. Als wäre die Glühlampe ein Prototyp, der zeigt, wie künftig LED-Leuchten in unseren Lampenfassungen funktionieren könnten. Doch das Produkt ist fertig – und nach Angaben des US-Startups NanoLight die energieffizienteste LED-Lampe, die es auf der Welt gibt.
Zugegeben, das Design ist auch reichlich egal. Denn sie leuchtet so hell, dass man sie nicht mehr anschaut, wenn sie erst einmal eingeschaltet ist. Nur 12 Watt Leistung braucht die Lampe nach Angaben der Erfinder, um über 1600 Lumen zu emittieren – mehr als eine klassische 100-Watt-Birne, wie sie bei vielen als Denkmäler des Industriezeitalters noch in Schreibtisch- und Deckenleuchten verschraubt sein dürfte.
Schon seit einiger Zeit werden überall, wo es Lampen zu kaufen gibt, neben hochmodernen Energiesparlampen auch LED-Leuchten beworben. Sie sind effizient, hell und langlebig und sind so eine gelungene Alternative zu Leuchtstofflampen. Das hat auch schon etliche junge Unternehmer auf den Plan gerufen. Die Nano-Light-Birne ist nun die erste, die es mit der Leuchtkraft einer 100-Watt-Lampe aufnehmen und dabei 87 Prozent energieeffizienter sein kann. Dazu haben ihre Erfinder ihr die Form einer normalen Glühbirne gegeben, die das Licht in alle Richtungen ausstrahlt. So erreicht die Lampe eine optimale Lichtausbeute.
Ein weiterer Vorteil: Sie wird nicht besonders warm, was bei vielen LED-Lampen noch ein Problem ist. Durch die offene Bauweise wird die Wärme sofort abgeleitet und die Lampe droht kaum zu überhitzen. Das NanoLight soll außerdem weniger als die Hälfte der Wärmeenergie andererer LED- oder Energiesparlampen abgeben.
Die Gründer Gimmy Chu, Tom Rodinger und Christian Yan haben eine Kampagne auf der Crowdfunding-Plattform Kickstarter geschaltet, um sich zu finanzieren. Noch immer steht da das Anfangsziel von 20.000 Dollar, die Kampagne läuft noch mehr als einen Monat – und bis heute haben die Erfinder schon mehr als 133.000 Dollar eingesammelt. Damit scheint der Serienproduktion nicht mehr allzu viel im Weg zu stehen, zumal Christian Yan derzeit Chef einer Fabrik in Guangzhou ist, einer der chinesischen Massenproduktions-Hochburgen.
Die Innovation dürfte eine willkommene Alternative sein für alle, die den letzten Cent aus ihrer Stromrechnung herauspressen wollen. Und die bereit sind, dafür erst einmal in die Tasche zu greifen, denn die 12-Watt-Birne soll zu Beginn umgerechnet rund 33 Euro kosten. Am Design lässt sich aber sicher noch etwas verbessern.
Im Video stellen die Entwickler ihre Lampen vor:




Klaus Samer
Das Ding ist so häßlich das so stark strahlen muß, da aber die meisten Leuchtmittel eh unter dem Schutz eines Lampenschirms verschwinden, was solls.
Der Preis dürfte erstmal ein Problem sein, der ist nur gerechtfertigt wenn auch die Lebensdauer entsprechend ist. Ich würde diese Form der Beleuchtung erstmal in öffentlichen Gebäuden in Treppenhäusern oder auf Fluren einsetzen. Letzteres setzt allerdings voraus das sich die Lampe über ihre Lebensdauer auch oft ein- und ausschalten lassen muß ohne zu leiden.
Die Lichtzusammensetzung sollte für die Menschen angenehm sein z.B. wie bei der guten alten Glühbirne je nach Arbeitssituation.
Könnte sich also durchaus durchsetzen wenn man das ein oder andere beachtet.
Klaus Samer
P.S. Nach betrachten des Videos hat sich das mit der Farbtemperatur ja erledigt
.
Diter
Habe bei denen nachgefragt welchen CRI diese Lampe hat und ob sie dimmbar ist. Bis jetzt habe ich aber leider keine Antwort bekommen:( Hier ein paar Infos über den CRI — http://www.ledshift.com/LED-CRI-Farbwiedergabeindex.html